Erste Hilfe kann jeder

Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe

In Deutschland erliegen jährlich mehr 100.000 Menschen dem plötzlichen Herztod, denn für sie kam der Notarzt zu spät.

Erste Hilfe rettet Leben und das verdeutlicht auch ein europaweiter Vergleich: In einigen Nachbarländern ist die Erste Hilfe als wichtiger Bestandteil in die Allgemeinbildung integriert. In diesen Ländern wird Verunglückten in über 60% der Notfälle von Umstehenden geholfen. In Deutschland geschieht dies nur in 17 % der Fälle. Auch hierzulande wollen die meisten Menschen helfen, sie wissen aber nicht wie. Oft liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs lange zurück und die Unsicherheit ist letztlich größer als der Wille zu helfen.

In Notsituationen wie bei plötzlichem Herzversagen sind die Folgen dieser Zurückhaltung für die Betroffenen fatal, nur 10 - 20 % der Verunglückten überleben.


Mit der richtigen und schnellen Hilfe könnten viel mehr Leben gerettet werden –
und das mit wenigen einfachen Handgriffen!

Zum kompetenten Ersthelfer in nur einem Tag

Der ASB Schleswig-Holstein bietet seit April 2015 einen neuen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs an, in dem Sie die relevanten Rettungsmaßnahmen, wie die Überlebenskette, die Wundversorgung und den Einsatz eines Automatischen Externen Defibrillators schnell erlernen können.

Für den Notfall...

ist das Wichtigste, unverzüglich unter 112 einen Notruf abzusetzen und bei dem Bewusstlosen zu bleiben, bis professionelle Hilfe kommt.

Mit den ersten Rettungsmaßnahmen sollte ebenfalls sofort begonnen werden, ohne auf ärztliche Hilfe zu warten. Denn nach einem Herz-Kreislaufstillstand ist es entscheidend, sofort wieder einen Minimalkreislauf herzustellen, um das Absterben der Gehirnzellen zu verhindern.

Die Überlebenskette - 4 einfache Schritte zur Lebensrettung:

1. Bewusstsein prüfen!

Sprechen Sie die Person laut an: „Hören Sie mich?“
Schütteln Sie die Person an den Schultern: Keine Reaktion?
Machen Sie die Atemwege frei und kontrollieren Sie die Atmung: Sehen, fühlen und hören Sie maximal 10 Sekunden lang die Atmung.

Schnappatmung oder gar keine Atmung?

2. Rufen Sie Hilfe

Rufen Sie die 112 an oder veranlassen eine andere Person zum Notruf 112, um den Rettungsdienst zu alarmieren und lassen Sie so schnell wie möglich einen AED holen (wenn verfügbar), während Sie mit den Basismaßnahmen zur Wiederbelebung beginnen.

3. Drücken Sie fest und schnell

Beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage.
Machen Sie den Brustkorb frei. Legen Sie den Ballen Ihrer Hand auf die Mitte der Brust und den Ballen der anderen Hand darüber. Verschränken Sie die Finger. Halten Sie die Arme gerade und gehen Sie mit den Schultern über den Druckpunkt, so können Sie viel Kraft ausüben. Drücken Sie das Brustbein ca. 5-6 cm nach unten. Drücken Sie 100 bis 120mal pro Minute.

Hören Sie nicht auf, bis Hilfe kommt!

Geschulte Helfer sollten die Mund-zu-Mund-Beatmung im Verhältnis 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen durchführen.
Ist ein AED vorhanden, dann setzen Sie sofort das Gerät ein.
Ansonsten fahren sie fort mit 30 Herzdruckmassagen im Wechsel mit 2 Beatmungen.

AED einsetzen

Bis zur Einsatzfähigkeit des AED sind die Basismaßnahmen durchzuführen. Sobald der
AED Einsatzbereit ist, wird der Anwender durch laute Sprachanweisungen des Geräts zum jeweils nächsten Handlungsschritt aufgefordert.

4. Rettungsdienst übernimmt die Weiterbehandlung

Die offizielle Kennzeichnung für AED-Geräte (Defis)

Dieses Zeichen weist auf einen öffentlich zugänglichen Defibrillator hin.

Wenn Sie AED-Geräte im Großraum Schleswig-Holstein sehen, die noch nicht bei SCHLESWIG-HOLSTEIN SCHOCKT registriert sind, würden wir uns sehr über eine kurze Mitteilung unter info(at)sh-schockt.de freuen.
Alternativ können Sie das AED-Gerät hier online melden.

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